Leerstand in Trendviertel nutzen

Glossier Pop-Up-Store in Seattle beendet jahrelangen Leerstand

Das angesagte New Yorker Beauty-Label Glossier setzt auf die Kombination von Online-Shop und Offline-Pop-Ups. Dafür nutzt die Kosmetikmarke gerne Leerstände in Trendvierteln. Nächster Stop für Glossier ist die Metropole Seattle.

Temporärer Shop im Natur-Design

Quelle: Glossier

Das angesagte Beauty-Label Glossier eröffnet einen temporären Shop in Seattle. Die Räumlichkeiten im Viertel Capitol Hill gegenüber dem Eingang zur vielbesuchten Haltestelle Capitol Hill standen seit Anfang 2017 leer, als der damalige Pächter American Apparel Insolvenz anmelden musste. Jetzt bringt die Kosmetikmarke im wahrsten Sinne des Wortes wieder Leben in den Laden mit den großen Schaufenstern, Glossier setzt beim Decor nämlich auf echte Pflanzen. Das 2010 gegründete, sehr erfolgreiche Start-Up aus New York hat vor kurzem die magische Marke von einer Milliarde Dollar Umsatz durchbrochen und gilt seitdem als Unicorn. Der Pop-Up-Store in Seattle öffnet jetzt für sechs Wochen, gut 25 Angestellte kümmern sich in dieser Zeit um die Besucher im Shop. Dabei werden sie die typischen pinkfarbenen Overalls des Labels tragen. Getreu dem Firmenkonzept sollen sie weniger für den Verkauf und mehr für die Kundenbindung zuständig sein

Glossier kombiniert Online- und Offline-Vertrieb

Glossier will sich abheben von klassischen Kosmetikmarken, so werden die Produkte nicht in großen Drugstores verkauft, sondern ausschließlich direkt an den Kunden über den Online-Shop und in Pop-Up-Stores – die man aber lieber „Offline-Erfahrung“ nennt. Mittlerweile hat das Unternehmen auch permanente Läden in New York und Los Angeles eröffnet sowie temporäre Shops in Toronto, London, Miami, Chicago und San Francisco. Die Pop-Up-Stores von Glossier sind jeweils inspiriert vom Charakter des jeweiligen Standortes. So griff der Glossier-Shop in Miami den Art-Déco-Stil der Stadt auf, in San Francisco wiederum lag der Schwerpunkt auf Food Culture – Glossier kooperierte hier mit einem Chicken Sandwich Shop.

Showrooms für die Instagram-Generation

Die Pop-Up-Shops von Glossier kommen als durchgestylte Showrooms daher, die sich optimal auf Instagram abbilden lassen. In Bezug auf die location setzt das Beauty-Label gerne auf teure Einkaufsviertel wie den angesagten Arts District Wynwood in Miami, das schicke Marylebone in London oder den gentrifizierten Mission District in San Francisco. Der Standort Capitol Hill in Seattle fällt nicht ganz in diese Kategorie, wurde dem Beauty-Label aber offenbar von Micro-Influencern empfohlen. Zumindest ist Capitol Hill das inoffizielle Zentrum der LGBTQ-Community von Seattle und durchaus facettenreich.

Kooperation mit lokaler Nonprofit-Organisation

Landschaftsdesignerin Lily Kwong hat den Pop-Up-Store gestaltet und sich dabei an der Natur um Seattle inspirieren lassen. So finden Besucher im Glossier-Shop kleine Hügel aus regionalen Pflanzen und Blumen. Nachts leuchtet der Laden in einem lila Licht, es soll das Wachstum der Pflanzen fördern. Um das Umwelt-Thema noch mehr hervorzuheben, hat der Shop in Seattle wiederverwendbare Taschen, „pflanzbare“ Postkarten mit Wildblumen-Samen sowie Mehrweg-Wasserflaschen im Sortiment. Jeweils fünf Dollar des Verkaufspreises von 15 Dollar für die limitierte Wasserflasche gehen an die lokale Nonprofit-Organisation Mary’s Place, die sich für Familien in Not einsetzt. Diese Kooperation ist die zweite Zusammenarbeit von Glossier mit einer Wohltätigkeitsorganisation.

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