Mega-Trend Pop-Up-Store

Pop-up-Stores: vom Underdog zum Massenphänomen?

Pop-up-Stores bieten ein Ladenkonzept, das sich von den gängigen Verkaufs- und Ladenmodellen loslöst und sich stattdessen durch Kreativität, Exklusivität und Schnelllebigkeit auszeichnet. Doch mittlerweile übernehmen immer mehr Marken und Unternehmen dieses Konzept. Droht der Pop-up-Store zum Massenphänomen zu werden?

Exklusivität, Inszenierung und Schnelllebigkeit

Pop-Up-Stores sind längst keine kleinen Läden mehr, die im Hinterhof entstehen...

Sie „poppen“ aus dem Nichts auf und verschwinden ebenso schnell wieder: Pop-up-Stores sind der kreative Gegenentwurf zu klassischen Ladenflächen, die ihre stets verfügbare Massenware an den Mann oder die Frau bringen wollen.

Das Angebot eines Pop-up-Stores lebt hingegen von Einzigartigkeit, Exklusivität und Schnelllebigkeit. Denn die Ware wird nur für eine bestimmte Zeit und in begrenzter Anzahl angeboten. Als Läden fungieren dabei leerstehende Lagerhallen, Häuser oder Garagen. Auch die Ladeneinrichtung ist alles andere als gewöhnlich. Kleidung hängt an Leitern, Schuhe werden auf Stühlen platziert und Accessoires in Kisten inszeniert.

Shopping als Erlebnis

Pop-up-Stores sind so erfolgreich, weil das Konzept einem einfachen sowie genialen Prinzip zugrunde liegt: dem Prinzip der künstlichen Verknappung. Dadurch, dass die Ware nur über einen begrenzten Zeitraum angeboten und somit verfügbar ist, wird der Jagdinstinkt der Kunden geweckt. Dabei gilt: Je rarer die Ware, desto wertvoller und gefragter ist sie bei den Kunden. Doch damit nicht genug. Neben angesagten Produkten warten auch ausgestellte Gemälde oder Skulpturen sowie Künstler wie DJs oder Musiker auf die Kunden. Der Besuch eines Pop-up-Stores wird zum Event.

Das Konzept des Pop-up-Stores verzichtet dabei fast komplett auf traditionelle Werbung. Dafür lebt es von der Klick-zu-Klick-Kommunikation. Heißt: Die Betreiber eines Pop-up-Stores setzen auf den Multiplikatoreffekt sozialer Netzwerke. Sozusagen Mundpropaganda per Mausklick ist im Zeitalter der sozialen Medien.

Große Marken und Online-Shops haben das Konzept längst für sich entdeckt

Das Konzept der temporären Ladeneinheiten hat sich in den frühen Jahren des Millenniums zum Hype entwickelt. Seine Anfänge hatte das Phänomen in den 1990er Jahren in den USA. Dort machte der Eventmanager Russell Miller das ursprünglich aus der Undergroundszene stammende Konzept salonfähig.

Zu Beginn nutzten hauptsächlich innovative Kreative Pop-up-Stores, um ihre Produkte vorzustellen und zu präsentieren. Bald übernahmen Avantgarde-Labels wie Comme des Garçons das Konzept. Mittlerweile mischen nicht nur die ganz Großen Labels wie Adidas, Louis Vuitton oder Mercedes mit, sondern auch Discount-Riesen wie Aldi oder Lidl oder gar Online-Shops wie Amazon. Sie alle haben die Vorteile der Pop-up-Strategie erkannt und nutzen sie dafür, eine (noch) größere Kundschaft zu generieren.

Ein Phänomen, das von den Massen mitgerissen wird

Bleibt die Frage, ob das einstige Konzept aus der Undergroundszene immer mehr zum Massenphänomen zerfällt. Inzwischen sind Pop-up-Stores auch in normalen Geschäften angekommen. In London oder Paris gibt es sogar ganze Shopping-Center, die nur aus Pop-up-Stores bestehen. Bleibt zu hoffen, dass sich das Konzept das Kreative und Spontane beibehält und sich nicht selbst abschafft, indem es zum Massenphänomen avanciert.

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