Success Story: Pop-Up-Store für eine nicht kommerzielle Nutzung

Soziale Infrastruktur statt Verödung - Der Pop-Up-Store CultureHouse in Boston

Ein leerstehendes Ladengeschäft, gratis WLAN und Kaffee umsonst – das sind die Zutaten für das Erfolgsrezept von CultureHouse aus Boston. Die Organisatoren des Pop-Up-Projektes wollen so neue soziale Infrastrukturen im urbanen Raum schaffen.

Pop-Up-Projekt in Boston bringt Leben in die Stadt

Quelle: CultureHouse

In der Gegend um den Kendall Square, zwischen dem Campus des Massachusetts Institute of Technology und dem Charles River gab es zuletzt viele leere Geschäfte, obwohl die Gegend an Werktagen recht belebt ist. Aber gerade abends und an Wochenenden ist es hier sehr ruhig, um nicht zu sagen, beinahe tot. Städte versuchen aktuell auf unterschiedliche Weise, die Verödung von Stadtvierteln zu bekämpfen. Die gemeinnützige Organisation CultureHouse in Boston setzt dabei auf das Pop-Up-Konzept, indem sie leere Läden anmietet und sie in öffentliche Räume verwandelt.

So wurde beispielsweise ein Coffee Shop in der Kendall Street gepachtet, der schon lange leer stand. Dank kostenlosem WLAN und gratis Kaffee hat er sich innerhalb von kurzer Zeit zu einem öffentlichen Treffpunkt entwickelt: Leute kommen herein, bleiben eine Weile, unterhalten sich, lesen, essen oder nehmen an einer der vielen Veranstaltungen teil. Das Programm besteht aus so unterschiedlichen Angeboten wie einem Spieleabend, einem Tischtennisturnier, einer Veranstaltung zum Thema Hund oder einem Dokumentarfilm über die Stadtplanerin Jane Jacobs.

Social Infrastructure im urbanen Raum

Quelle: CultureHouse

Mit den Pop-Ups möchte CultureHouse Räume für ein soziales Miteinander schaffen, Aaron Greiner, einer der Gründer nennt das „Social Infrastructure“. Im Gegenzug für ihr soziales Engagement erhalten die Organisatoren die Räume umsonst, die Besitzer erheben keine Miete. Ein Auslandssemester in Kopenhagen brachte Greiner auf die Idee mit den öffentlichen Treffpunkten: ihm fiel auf, dass es in der dänischen Metropole viele Angebote für öffentliches Leben gab. „I could see how those spaces increased happiness”, sagt Greiner, der sich auf Urban Design spezialisiert hat. Gerade die nicht kommerzielle Nutzung von Pop-Up-Stores könne einen großen Beitrag zu einem lebenswerteren urbanen Umfeld schaffen, glaubt der Mitbegründer von CultureHouse. Neben den Menschen profitieren auch die Stadtviertel und die Immobilienbesitzer von neuen sozialen Treffpunkten, denn sie bringen wieder Leben in die verödeten Straßen.

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