Vintage-Pop-up-Stores: Erfolgreich auf dem Secondhand-Markt

VinoKilo macht getragene Mode mithilfe von Vintage-Pop-up-Stores hip

Nachhaltigkeit ist auch in der Mode angekommen. Während früher Secondhand-Läden eher ein angestaubtes Image hatten, erfreut sich Vintage-Mode aktuell großer Beliebtheit. Dazu zählt auch VinoKilo, ein Unternehmen, das Vintage-Mode mithilfe von Pop-up-Stores attraktiv und begehrt macht. Eine Erfolgsgeschichte.

Wie aus einer Inspiration eine Idee und schließlich eine ganze Plattform wurde

Quelle: Vinokilo (via Facebook)

Secondhand-Mode ist wieder hip. Dazu beigetragen hat unter anderem die Erfolgsgeschichte von Robin Balser, der das Startup VinoKilo gegründet hat. VinoKilo ist eine Plattform, über die Pop-up-Events für Vintage- und Secondhand-Kleidung in Deutschland und Österreich organisiert werden. Auf diesen Events wird in aufgehübschten Hallen gebrauchte Kleidung in hipper Atmosphäre angeboten. Verkauft wird das Ganze – wie der Name des Unternehmens erahnen lässt – zum Kilo-Preis.

Die Idee für die Vintage-Plattform kam Balser während seines Studiums in den Niederlanden.  In Groningen gab es einen Tauschladen, der Balser dazu inspiriert hat, eigene Kleidertauschevents zu organisieren. Als der junge Student aus seinem eigenen Laden geworfen wurde, musste er die Kleidung schnellstmöglich loswerden – und hat sie zum Kilo-Preis angeboten. Ein Modell, das erfolgreich war. So entstand die Plattform VinoKilo, über die zuerst Pop-up Events in Mainz auf die Beine gestellt wurden. Mit Erfolg: Allein in diesem Jahr hat Balser laut eigenen Angaben 130 solcher Events organisiert.

Kleidung aus den 1990ern ist aktueller Verkaufsschlager

Quelle: Vinokilo (via Facebook)

Die Kleidung, die bei den Pop-up-Events verkauft wird, stammt unter anderem aus Kleidercontainern. Ein Partner von Balser durchsucht regelmäßig die großen Hallen Europas, wo Kleider aus Kleidercontainern lagern. „Er weiß genau, was wir suchen bzw. was zu der Nachfrage unserer Kunden passt, bereiten es auf und es kommt gewaschen und gefaltet zu uns“, so Balser über die Arbeit seines Partners im Interview mit dem Magazin Neon.

Großer Beliebtheit erfreuen sich vor allem Vintage-Teile. Das sind Kleidungsstücke, die zwischen den 1920ern und 1980ern getragen wurden. „Am Anfang haben wir vor allem Sachen aus den 60er- bis 80er-Jahren bekommen, aber mittlerweile haben wir gemerkt, dass die Leute total auf die Sachen aus den 90er-Jahren abfahren. Boleros, Sportjacken, Denim-Jacken und Fannypacks sind gerade super beliebt“, so Balser. Wer auf den Pop-up-Events einkauft, sollte laut Balser am besten ohne Vorstellungen dorthin gehen und sich einfach überraschen lassen. Zudem findet er es sinnvoller, ein bisschen mehr Geld in wenige, aber hochwertige Stücke zu investieren, von denen man in fünf, zehn oder 15 Jahren noch etwas hat.

Mehr Wertschätzung und Achtsamkeit

Quelle: Vinokilo (via Facebook)

Mit VinoKilo möchte der 28-Jährige Gründer zwei Dinge erreichen. Zum einen mehr Wertschätzung der Kleidung gegenüber. „Ich finde, dass die Wertschätzung der Kleidung der wichtigste Ansatz ist. Kleidung wird heutzutage teilweise unter schlechten Arbeitsbedingungen und mit einem hohen Ressourcenaufwand hergestellt. Wenn man sich damit auseinandersetzt, wird einem bewusst, wieso man zumindest achtsamer einkaufen sollte.“

Zum anderen will Balser auch Skeptiker vom Vintage-Trend überzeugen und ein Umdenken in der Gesellschaft schaffen. „Der Anspruch von VinoKilo ist dabei, die Wahrnehmung der Menschen zu verändern. Leute, die vorher noch nie mit Secondhand in Berührung waren, kommen zu uns und finden hoffentlich heraus, wie cool es ist, so einzukaufen“, erklärt er im Neon-Interview.

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