Von Bar über Shop bis hin zu Fitness: Pop-up-Store-Arten

Blick auf die Anfänge der Pop-up-Stores

Pop-up-Stores sind zeitlich begrenzte Ladeneinheiten, in denen Produkte auf außergewöhnliche Weise inszeniert werden. Vielen bekannt sind sicherlich jene Stores, in denen für wenige Tage, Wochen oder Monate exklusive Mode von Jung- oder auch bekannten Designern angeboten wird. Doch auch außerhalb der „klassischen“ Bereiche wie Mode oder Kosmetik poppen immer mehr solcher Läden auf.

Die Expansion des Pop-up-Konzeptes

In Pop Brixton präsentieren junge Unternehmer ihre Pop-Up-Restaurants in alten Schiffscontainern.

Pop-up-Shop, Pop-up-Bar, Pop-up-Fitness – der Ausgestaltung eines Pop-up-Stores scheinen mittlerweile keine Grenzen mehr gesetzt zu sein. Was vor ein paar Jahren in Europa klassisch mit einer Modeboutique auf Zeit begonnen hat, hat sich nun weiterentwickelt und auf andere Berieche ausgedehnt. Hier eine kleine Übersicht.

Pop-up-Shop für Kleidung

Pop-up-Stores für Mode können durchaus als Klassiger dieses Konzeptes verstanden werden. dabei nutzen Designer solche Stores aber nicht nur, um neue Produkte zu platzieren, sondern auch, um saisonale Kleidung anzubieten. Bademode beispielsweise verkauft sich im Winter nicht so gut. Bevor die Teile zum Ladenhüter werden, zieht man sie einfach in einen Pop-up-Store um und bietet sie im Sommer an. So hat es das Modelabel Phylyda im Juni 2017 in Berlin gemacht, wo es zwei Tage lang einen Pop-up-Store eröffnet hat. Im Fokus standen dabei die Phylyda-Bikinis, die – laut eigenen Angaben – jeder Frau stehen. Aber auch passende Strandkleider und Accessoires wurden dort angeboten.

Pop-up-Shop für Produkte

Natürlich wird in Pop-up-Stores nicht nur Mode präsentiert. Mittlerweile gibt es kaum noch ein Produkt, das es nicht in einen Pop-up-Store geschafft hat. Heimplanet, ein Shop für Reiseequipment und Outdoor-Gadgets, hat beispielsweise im Jahr 2017 in Nürnberg einen Pop-up-Store genutzt, um sowohl die eigenen Produkte live zu präsentieren als auch um neue Partnerschaften bekannt zu geben.

Auch der Online-Sexshop Amorelie hat mit einem Pop-up-Store in Berlin-Mitte einen Einblick in seine Produktwelt gegeben. Das Konzept wiederholte Amorelie mit einem Pop-up-Store in Paris.

Pop-up-Restaurant

In Pop-up-Stores in Form von Restaurants werden in der Regel neue Gerichte, Konzepte oder Produkte getestet. Prominentes Beispiel sind die aus den USA stammenden und mittlerweile in fast allen größeren Städten vertretenen Street Food Festivals. In sogenannten Food Trucks bieten professionelle und Hobby-Köche ihre kulinarischen Neuheiten an.

Aber auch große Unternehmen haben dieses Konzept ausprobiert. Aldi Süd beispielsweise hat 2017 in Köln das erste „wandernde“ Bistro eröffnet. Drei Monate lang wurde dort ein täglich wechselndes Menü aus Vor-, Haupt- und Nachspeise angeboten. Anschließend ist das Bistro nach München weitergezogenen.

Pop-up-Bar

Auch Pop-up-Bars beziehungsweise -Cafés und -Clubs erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit. Wie auch beim „klassischen“ Pop-up-Store werden dafür meistens leer stehende Locations übergangsweise genutzt. In Karlsruhe wurde zum Beispiel im Sommer 2017 eine Pop-up-Bar in einem alten Wasserturm eröffnet. An vier Terminen wurden dort Getränke ausgegeben. Der Erlös dieser Aktion ging an eine Kinderkrebsklinik.

In Mainz hat die Weinbar Laurenz bereits mehrmals erfolgreich eine Pop-up-Bar eröffnet. Das Konzept war dabei einfach, aber wirksam: Leere gestapelte Kisten als Bar, Kühlschränke und Musik – mehr brauchte es nicht, um eine erfolgreiche Pop-up-Bar in einem leer stehenden Copy-Shop aufzuziehen.

Der Fachverband für Bordeaux-Weine hat das Konzept des Pop-up-Stores ebenfalls für sich genutzt. Im Juni 2017 hatten Besucher drei Tage lang die Chance, eine Pop-up-Weinbar zu besuchen. Ergänzt wurde das Angebot auf einem Hausboot in der HafenCity Hamburgs mit verschiedenen Programmpunkten wie einem Poetry Slam und einer Lesung eines Foodbloggers. Das Ziel des Verbandes war es, die Welt der Bordeaux-Weine, Winzer, Chateaux und die Landschaft der Weinregion Bordeaux bekannter zu machen – mit Erfolg.

Pop-up-Store Crowdfunding

In München eröffnete 2016 der erste deutsche Crowdfunding Pop-up-Store. Darin stellten sich verschiedene Unternehmen der Kultur-und Kreativwirtschaft vor. Dazu zählen neben Musik, Design oder Film unter anderem auch Software und Spiele. Der Erfolg war so groß, dass das Ganze Ende 2017 wiederholt wurde. Auf der Webseite von Startupstore n‘ Stories hieß es dazu:

„[Mit unserem Shop] soll eine alternative Form des Einzelhandels aufgezeigt werden, leer stehende Verkaufsräume werden sinnvoll genutzt und dem Endverbraucher wird Crowdfunding näher gebracht.“

Pop-up-Fitness

Pop-up-Fitness hat sich bereits in vielen deutschen Städten durchgesetzt – egal ob als Rooftop oder Kunstgalerie. Vor allem im Bereich Yoga und in Form von Bootcamps oder anderen Fitness-Arten tauchen diese flashmobartigen Gruppen aus Sportverrückten an unerwarteten Orten auf. Die ständig wechselnden und außergewöhnlichen Locations sorgen bei der Pop-up-Fitness für zusätzlich Spannung. Somit ist auch ein Anreiz gegeben, eine dauerhafte Mitgliedschaft einzugehen und das mit der körperlichen Ertüchtigung auch langfristig durchzuziehen.

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