Zwischen zwei Welten: Der Online-Handel drängt in die Pop-up-Stores

Pop-Up-Store-Erlebnis: Offline-Erfahrung gepaar mit Online-Marketing

Pop-up Stores ermöglichen es sowohl Jungunternehmern als auch großen Konzernen, ihre Produktinnovationen zu testen und neue Markenerlebnisse zu kreieren. Dabei bildet das dynamische Konzept eine Art Brücke zwischen dem Online- und den Offline-Handel. Ein unschlagbarer Vorteil, den sich ausgerechnet immer mehr Online-Händler zunutze machen.

Pop-up Stores verbinden die Vorteile beider Welten

Die Verschmelzung von online und offline

Online und Offline zugleich - Pop-up Stores verbinden die Vorteile beider Welten.

Pop-up Stores sind temporäre Ladeneinheiten, die Produkte in einzigartiger Umgebung und auf unkonventionelle Weise inszenieren und anpreisen. In der Regel verschwinden die Pop-up-Stores nach wenigen Tagen, Wochen oder Monaten wieder. Aufgrund ihres zunehmenden Erfolgs, setzen mittlerweile nicht nur Großkonzerne und bekannte Marken auf das Konzept, sondern auch der Online-Handel. Womit wir beim Thema wären. Denn der Pop-up-Store schafft es, beide Welten zu verknüpfen und die Lücken zwischen online und offline zu füllen.

Aber von vorne: Mit Beginn des florierenden Online-Handels wurde der Konsum zunächst stark ins Netz verlagert. Das Online-Shopping wurde zum selbstverständlichen Vertriebskanal. Das hatte zur Folge, dass viele kleine und große Akteure Insolvenz gingen – das „Ende des Einzelhandels“ wurde ausgerufen. Ganz so krass ist es nicht gekommen. Mittlerweile gehen On- und Offline-Handel immer stärker ineinander über.

Amazon geht offline

Bereits jeder zweite der 1000 größten Online-Shops betreibt auch Geschäfte in der realen Welt. Selbst Amazon setzt auf die Verbindung von der Online- und Offline-Welt. So hat der Online-Riese einst angekündigt, Offline-Stores mit einer kuratierten Auswahl an Büchern, basierend auf Amazon-Kundenbewertungen, -Vorbestellungen und -Verkaufszahlen zu eröffnen.

Mittlerweile unterhält Amazon weltweit sogar zahlreiche feste Shops, darunter auch in Oberhausen. Der US-Konzern ist nicht der einzige Anbieter, der die Vorteile der offline Welt für sich entdeckt hat und nun nutzt. Somit dürfte das „Pure Play“, also der reine Internethandel, bald der Vergangenheit angehören. Die Zukunft gehört der Verschmelzung von Online-Shops und stationären Geschäften.

Pop-up-Stores als Marketing-Instrument

Dass der Online-Handel immer mehr in die physische Pop-up-Welt drängt, hat einen Grund: Die Kunden von heute werden anspruchsvoller und fordern ein Einkaufserlebnis, den der Online-Handel nicht bieten kann. Mit der Erschaffung einzigartiger Offline-Experiences, die über das bloße Konsumieren hinausgehen und Begegnung, Inspiration und Live-Erlebnisse von Produkten ermöglichen, werden diese Ansprüche erfüllt.

Pop-up Stores werden bei dieser Entwicklung künftig eine Vorreiterrolle spielen. Die Stores fungieren als Marketing-Kampagnen: Sie besitzen ein klar definiertes Ziel, ein Start- und End-Datum, eine fest umrissene Zielgruppe und sie ermöglichen eine Erfolgsauswertung.  

Zielgruppen-Targeting in der physischen Welt

Ferner bietet das Pop-up-Konzept die Möglichkeit, einen weiteren Store zu eröffnen und das Gelernte auf den nächsten Store anzuwenden. Solch ein optimiertes Zielgruppen-Targeting war bislang exklusiv dem Online-Handel vorbehalten. Google, Facebook & Co. haben modernes Online-Marketing hocheffizient werden lassen. Durch ein allumfassendes Wissen über den Nutzer konnten die Kampagnen auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden.

Dieses Prinzip überträgt sich nun immer mehr in die physische Welt. Mithilfe individueller Pop-up-Projekte können Unternehmen Daten und Erfahrungen sammeln, die als Grundlage für die Standortbestimmung und Erfolgsvorhersage künftiger Pop-ups dienen. Zudem geben sie die Antwort auf die Frage: Wo funktionieren welche Produkte am besten?

Kurzum: Mithilfe von Pop-up-Stores kreieren Online-Händler eine sinnlich erfassbare Produktwelt, in der auch Sozialkontakte garantiert sind. Mehr zum Anfassen, mehr Kundennähe – das scheint die Hauptmotivation der Online-Händler zu sein, die hinter den Shops von Amazon und Co. steckt.

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