Pop-Up-Hilfsprojekt in Australien

Sichere Pop-Up-Schlafplätze für Obdachlose

Urbane Räume, die insbesondere nachts ungenutzt sind, können zu Pop-Up-Schlafplätzen für Obdachlose umfunktioniert werden. Mit dieser Idee will ein Australier Menschen in Not helfen.

Ungenutzte Räume als Pop-Up-Schlafplätze

Quelle: Beddown

Die durchschnittliche Lebenserwartung für Menschen, die in Australien auf der Straße leben ist 47, ähnlich wie in Deutschland. Hitze und Kälte, Krankheiten und fehlende Sicherheit prägen den Alltag von Obdachlosen überall auf der Welt. In Australien schlafen rund 8.000 Personen täglich auf der Straße. Hier will die Hilfsorganisation „Beddown“ ansetzen: Beddown verwandelt ungenutzte, urbane Räume in Pop-Up-Unterkünfte für Obdachlose. Die erste Pop-Up-Unterkunft, die Gründer Norm McGilivray organisiert hat ist ein Parkhaus in Brisbane: hier startet in Kürze ein 14-tägiges Pilotprojekt. „Parkhäuser sind tagsüber sehr belebt, nachts dagegen komplett leer“, so McGilivray: „Meist befinden sie sich außerdem in einer guten Lage, zentral in der Stadt oder in unmittelbarer Nähe von Einkaufshäusern, Bahnhöfen usw., wo sich Obdachlose oft aufhalten“.

Pilotprojekt in Brisbane

30 Personen, die sonst auf der Straße schlafen, erhalten von Beddown einen Schlafplatz im Parkhaus in Brisbane mit aufblasbaren Matratzen, Kissen und Bettwäsche. Die Obdachlosen werden vor Ort auch Zugang zu kostenlosem Essen, Waschservice, Frisör, medizinischer Versorgung und Beratung haben. Schlafmangel sei ein Riesenthema für Obdachlose, sagt McGilivray, dabei gehe es vor allem um einen sicheren Platz zum Schlafen. Aber Beddown wolle mehr als sichere Schlafplätze anbieten - wir wollen Leben retten und Menschen dazu bringen, sich zu ändern, erklärt der 42-Jährige.

Hilfe für Menschen in Not

Gründer Norm McGilivray musste selbst miterleben, wie sein Vater durch einen Schlaganfall alles im Leben verlor, obdachlos wurde und schließlich auf der Straße starb. Die Erinnerung lässt ihn nicht los, jetzt will er mit Beddown anderen helfen, nicht das gleiche Schicksal zu erleiden. Das Konzept von Beddown beruhe zu einem großen Teil auf dem Zusammenbringen von Dienstleistungen und Bedürfnissen, so McGilivray. Es dauerte über ein Jahr, bis er die Behörden und den Betreiber des Parkhauses Secure Parking von seiner Idee überzeugen konnte. Neben dem Unternehmen Secure Parking, das rund 600 Parkhäuser in Australien betreibt, sind mittlerweile auch andere große Firmen wie die Fastfoodkette Grill’d oder der Sicherheitsdienst SNP Security an einer Kooperation mit Beddown interessiert.

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