Pop-Up-Praxis und Test-Stelle für Corona-Verdachtsfälle

Corona-Praxis im Container

Die Corona-Krise stellt Kliniken und Praxen vor große Herausforderungen. Einerseits sollen möglichst viele Menschen auf das Coronavirus getestet werden, andererseits müssen andere Patienten und das Personal vor einer Ansteckung mit Covid-19 geschützt werden. Eine Pop-Up-Praxis bietet eine einfache und effektive Lösung.

Pop-Up-Praxis für Corona-Patienten im Emsland

Im ganzen Land werden Pop-Up-Container als Praxen und Test-Center aufgebaut. - Quelle: Kreis Steinfurt

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Das dachte sich auch der Allgemeinarzt Volker Eissing und handelte prompt: auf dem Parkplatz vor seiner Praxis im Emsland ließ er einen Container aufstellen, in dem er fortan Corona-Verdachtsfälle behandelt. So müssen die Patienten nicht in die reguläre Sprechstunde seiner Hausarztpraxis kommen, wo sie möglicherweise andere Besucher oder Praxismitarbeiter anstecken könnten. Die Sprechstunde in der Pop-Up-Praxis hält der Hausarzt allein ab, ebenso führt er alle Tests selbst durch und bringt das Material eigenhändig im Labor vorbei. So minimiert er das Risiko einer Ansteckung für seine Mitarbeiter und Patienten. Um schnell und unbürokratisch handeln zu können, hat der Mediziner die Kosten für den Container sowie die Ausstattung für die Corona Pop-Up-Praxis aus der eigenen Tasche bezahlt.

Corona Testcontainer in Sachsen

Eine Pop-Up-Teststation für Corona-Verdachtsfälle gibt es auch im sächsischen Erzgebirge. Um Kliniken und Arztpraxen zu entlasten, hat das Gesundheitsamt in Pirna einen Container aufgestellt, in dem Ärzte Rachenabstriche von besorgten Patienten abnehmen können. Seit dem 16. März steht die vier Quadratmeter große Pop-Up-Praxis vor dem Landratsamt in Pirna. Wer sich in der Region auf das Coronavirus testen lassen möchte, muss zuvor seinen Hausarzt kontaktieren, am besten telefonisch. Besteht ein begründeter Verdacht, wird der Patient dann an die Pop-Up-Praxis in Pirna weitergeleitet.

Pop-Up-Testambulanz in Baden Württemberg

Eine weitere Pop-Up-Testambulanz für Corona-Patienten wurde am 16. März in Betrieb genommen: hinter der Fürst-Stirum-Klinik im baden-württembergischen Bruchsal steht ein Container, der von Menschen mit Corona-Verdacht angesteuert werden kann. Die Patienten können mit ihrem Auto bis direkt vor die Pop-Up-Praxis fahren und werden dann im Auto sitzend getestet. Ein Aussteigen aus dem Fahrzeug ist nicht erforderlich. Eine Testung ist nur nach vorheriger Anmeldung beim Hausarzt möglich.

Pop-Up-Praxis in der Schweiz

Auch im Schweizer Kanton Solothurn wurde eine Pop-Up-Praxis für Corona-Fälle eingerichtet. Der örtliche Sanitätsverein hat vor dem Ärztehaus Balsthal einen Container aufgestellt, der Patienten mit Verdacht auf Covid-19 vorbehalten ist. „Wir möchten, dass Personen mit Coronavirus-Verdacht nicht im gleichen Warte- und Behandlungsraum sitzen, wie unsere anderen Patienten“, erklärt der Arzt Claudio Cahenzli. Es gehe vor allem darum, dass chronisch kranken Menschen möglichst gar nicht in Kontakt mit Corona-Verdachtsfällen kämen. Und natürlich möchte man so auch die Mitarbeiter des Ärztehauses vor einer Ansteckung mit der neuartigen Lungenkrankheit schützen. Am Eingang des Ärztehauses wird nun jeder Patient befragt, ob er Symptome wie Husten, Schnupfen, Fieber oder Atemnot habe. Besteht ein begründeter Corona-Verdacht, wird der Patient zur Pop-Up-Praxis vor dem Haus geschickt. Dort führen die Mitarbeiter dann einen Rachenabstrich durch. Das Ergebnis der Laboruntersuchung erhält die getestete Person telefonisch.

Zurück

Über uns

Die Redaktion von popupstores.de informiert über Pop-Up-Store-Neueröffnungen, Trends & Locations. Wir liefern Hintergrund-Informationen zum Pop-Up-Business, machen auf angesagte Events aufmerksam und stellen erfolgreiche Pop-Up-Konzepte vor. Entdecken Sie mit uns die coolsten Pop-Up-Stores in Deutschland und auf der ganzen Welt.

Informa­tionen

Impressum

Datenschutz