Pop-Up-Shop von Bansky in London

Guerilla Ausstellung im Schaufenster

Der Street Artist Bansky, dessen Identität ein wohlgehütetes Geheimnis ist, hat einen Pop-Up-Shop in London gestartet. Im Schaufenster eines ehemaligen Teppichladens präsentiert Bansky kapitalismuskritische Arrangements als fake Merchandising-Produkte.

Grimmiges Display in der Church Street

Quelle: Bansky (via Instagram)

Der britische Street Art Künstler Bansky hat einen Pop-Up-Shop in Croyden, im Süden von London gestartet. Genau genommen handelt es sich bei dem Pop-Up-Projekt um ein Schaufenster, das man nicht betreten kann. Es zeigt ein grimmiges Display von Haushaltswaren und Einrichtungsgegenstände, die auf typische Bansky-Weise miteinander kombiniert sind: eine Babywiege, über der ein Mobile aus Überwachungskameras baumelt; Fußmatten aus Rettungswesten mit „Welcome“-Schriftzug, die von Frauen in einem griechischen Flüchtlingscamp hergestellt wurden; eine schusssichere Weste mit Union-Jack-Motiv und drei Einschüssen, die der Rapper Stormzy beim Glastonbury-Musikfestival getragen hatte. Über dem temporären Shop prangt eine Leuchtschrift, „Gross Domestic Product“ (engl. Bruttoinlandsprodukt) nennt Bansky seine Pop-Up-Installation.

Rechtsstreit als Auslöser für das Projekt

Bansky, der seine Identität geschickt verschleiert und sich mit kapitalismuskritischen Kunstwerken einen Namen gemacht hat, reagiert mit dem Pop-Up-Projekt auf Anfechtungen in einem Rechtsstreit. Offenbar hat eine Grußkartenfirma versucht, sich den Namen Bansky als Marke anzueignen. Laut Gesetz kann ein Trademark weitergegeben werden, wenn es der Besitzer nicht selbst nutzt. Eine Zwickmühle für den Künstler und glühenden Kapitalismuskritiker: um die Marke Bansky zu behalten, müsste er Merchandising-Produkte verkaufen und Marken-Awareness fördern, sich also am kapitalistischen Markt ausrichten. Mit dem Pop-Up-Shop wählt Bansky eine andere Methode. Wie der Künstler seinen Fans Anfang der Woche auf Instagram mitteilte, stünden alle ausgestellten Objekte im Londoner Shop zum Verkauf, in Kürze könnten sie über eine Online-Plattform erworben werden. Es ist zu erwarten, dass der ungewöhnliche Bansky-Merch schnell Käufer finden wird. Die Werke des Briten erzielen auf dem Kunstmarkt Preise ab 500.000 Dollar aufwärts.   

Zurück

Über uns

Die Redaktion von popupstores.de informiert über Pop-Up-Store-Neueröffnungen, Trends & Locations. Wir liefern Hintergrund-Informationen zum Pop-Up-Business, machen auf angesagte Events aufmerksam und stellen erfolgreiche Pop-Up-Konzepte vor. Entdecken Sie mit uns die coolsten Pop-Up-Stores in Deutschland und auf der ganzen Welt.

Informa­tionen

Impressum

Datenschutz