Protest Pop-Up-Store in Hong Kong

Gasmasken und Helme für Demonstranten

Ein Pop-Up-Projekt in Hong Kong verkauft Gasmasken und andere Schutzartikel an Demonstranten. Seit Beginn der Proteste gegen den chinesischen Einfluss auf die Regierung von Hong Kong sind die Proteste zunehmend gewalttätiger geworden.

Gasmasken sind nachgefragt

Studenten erhalten im Protest Pop-Up-Store in Hong Kong einen Rabatt von bis zu 90 Prozent auf Gasmasken.

50 bis 60 Gasmasken hätten sie in der ersten Stunde verkauft, berichtet Ching-hei Lee, der 33-jährige Betreiber des Protest-Pop-Ups. Gut, dass er bereits vor Beginn der Proteste in Hong Kong Gasmasken gesammelt habe, so könne er seinen Kunden jetzt ein großes Sortiment anbieten. Lee verkauft Gasmasken, Helme, Schwimmbrillen und andere Schutzartikel in seinem Pop-Up-Shop mit dem Namen „National Calamity Hardware“ (engl. Hardware für die nationale Katastrophe).

Die beliebteste Marke sei „3M“, die besten Gasmasken verkauft Lee für 1000 Hong Kong Dollar, das sind etwa 115 Euro. Studenten erhalten im Protest Pop-Up-Store einen Rabatt von bis zu 90 Prozent auf die Schutzmasken. Laut Betreiber sei das ein Zuschussgeschäft, ihm gehe es aber darum, den jungen Demonstranten zu helfen: „Die Demonstranten haben keine Angst zu sterben. Warum sollte ich Angst davor haben, meinen Ruf und mein Geld zu verlieren?“

Pop-Up-Sessions in den umkämpften Distrikten

Bereits zwei Mal hat Lee den Pop-Up „National Calamity Hardware“ im August geöffnet. Die  Pop-Up-Sessions fanden in den Distrikten Mong Kok und Tai Po statt, die im Epizentrum der jüngsten Auseinandersetzungen zwischen der china-freundlichen Regierung und den Demonstranten liegen. Der Geschäftsmann mietet kurzfristig freie Läden an, aufgrund der astronomischen Mietpreise in Hong Kong bleibt sein Pop-Up-Store aber nur einen Tag geöffnet. Um auf seine Pop-Up-Aktionen aufmerksam zu machen, nutzt Lee soziale Netzwerke wie Facebook und den Messenger Telegram, der unter den jungen Demonstranten weit verbreitet ist.

Die Proteste in Hong Kong sind seit Beginn der Ausschreitungen vor gut zehn Wochen zunehmend gewalttätiger geworden. Die örtliche Polizei setzte vermehrt Tränengas und Gummigeschoße ein, um die Demonstrationen aufzulösen. Bei den Demonstranten handelt es sich in der Mehrheit um Studenten in ihren Zwanzigern, die gegen die Einflussnahme Chinas auf Hong Kong und für mehr Rechte in dem Stadtstaat protestieren.

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