Retail nach Corona: Strategien & Trends für den Einzelhandel

Sind Pop-Up-Stores das ideale Konzept für die Post-Corona-Phase?

Pop-Up-Projekte können ein geeigneter Lösungsweg für den Einzelhandel sein, um nach Corona wieder stärker mit den Kunden in Kontakt zu treten und neue Angebot zu testen, meinen Branchenexperten.

Pop-Up-Store als kostengünstiges Testfeld

Pop-Ups bieten die Möglichkeit, Neuerungen beim Eintreten in die nächste Corona-Phase zu berücksichtigen.

Weltweite Filialschließungen und umfangreiche Quarantäne-Regelungen über Monate hinweg hatten während der Corona-Pandemie zur Folge, dass sich viele Marken und Händler verstärkt dem E-Commerce zuwandten. Wie kann der Restart im stationären Einzelhandel gelingen, jetzt, da vielerorts die Regelungen gelockert werden? Florence Wright, Analystin beim internationalen Beratungsunternehmen Edge by Ascential hält das Pop-Up-Store-Konzept für einen sehr gut geeigneten Lösungsansatz: In einer Post-Corona-Landschaft, die von Unsicherheit geprägt ist, sei das  Format besonders relevant, denn es biete ein relativ risikoarmes und kostengünstiges Testfeld für Trends und Erfahrungen, erklärt Wright. Auch ließen sich Hygiene- und Abstandsregeln in einem temporären Shop gut umsetzen, etwa mit mobilen Kassenstationen. Ist der Pop-Up-Shop erfolgreich, könne das Konzept außerdem auf ein stationäres Ladengeschäft angewendet werden, so die Branchenexpertin.

Ideales Umfeld für die Kontaktaufnahme mit den Kunden

Auch Michelle Smith, Business Director beim internationalen Beratungsunternehmen Fitch betont die Vorteile des temporären Shop-Konzeptes: Eine Pop-Up-Strategie gebe Marken die Möglichkeit, viele kritische Überlegungen beim Eintreten in die nächste Phase der Corona-Pandemie zu berücksichtigen – wie etwa ein kundenoptimiertes Produktsortiment, Standortflexibilität, Modularität und die Anbindung an unterschiedliche Vertriebskanäle. Gerade in Post-Corona-Zeiten sei es wichtig, wieder mit den Kunden in Kontakt zu kommen und eine Prüfstelle für Technologien und Produkte zu haben, meint Smith. Beides vereinten Pop-Up-Stores auf ideale Weise.

Spielplatz für neue Erlebnisse und Kooperationen

Vor der Corona-Pandemie boten Ladengeschäfte ihren Kunden vielfältige sensorische Erlebnisse, die im Zusammenhang mit den Quarantäne- und Hygiene-Maßnahmen nicht mehr stattfinden durften. Temporäre Pop-Up-Shops können hier eine Möglichkeit darstellen, wieder Produkttests anzubieten und neue Services zu entwickeln. Zunehmend kommt es auch zu Kooperationen von mehreren Einzelhändlern und Marken, die gemeinsam einen Pop-Up-Store aufsetzen: große wie kleine Unternehmen können von einer Zusammenarbeit in Form einer Shop-in-Shop Lösung profitieren, da sich so Kosten reduzieren lassen, gleichzeitig aber eine große Auswahl an Produkten und Leistungen zur Verfügung steht.

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