Verändertes Einkaufsverhalten führt zu Ladensterben in Deutschland

Einkaufen als emotionales Erlebnis

Nicht in erster Linie Corona ist an dem großen Ladensterben schuld, dass sich in den nächsten zehn Jahren in Deutschland anbahnt. Vielmehr sei es das veränderte Kaufverhalten der Verbraucher, meinen die Marktforscher. Für die Zukunft seien neue Mehrwerte gefragt.

Einzelhandel stagniert seit Jahren

Bis zu 64.000 stationäre Händler könnten in Deutschland in den nächsten zehn Jahren verschwinden.

Laut einer Prognose des Instituts für Handelsforschung (IFH) könnten in den nächsten zehn Jahren zwischen 26.000 und 64.000 stationäre Händler in Deutschland verschwinden. Verantwortlich für das Ladensterben sei nicht in erster Linie Corona, erklären die Marktforscher, sondern das veränderte Einkaufsverhalten der Verbraucher. So konnte der deutsche Einzelhandel in den vergangenen zehn Jahren vor allem im Online-Segment, im Ausland, im Großhandelsgeschäft und im Lebensmittelhandel ein Wachstum verzeichnet. Der klassische Einzelhandel dagegen stagniert seit Jahren, was nach Meinung der Analysten vor allem an der sinkenden Attraktivität der Innenstädte und den veränderte Kaufgewohnheiten der Bürger liegt. Wie in anderen Branchen auch wirkt die Corona-Krise hier als Verstärker für bereits bestehende Probleme.

Multichannel allein reicht nicht

Lange galten Multichannel-Ansätze als Überlebensstrategie für Einzelhändler, nach Meinung des IHF wird das aber allein nicht ausreichen. Mittlerweile sind auch große Händler von den Strukturveränderungen im Markt betroffen. Der Vertrieb über mehrere Kanäle sei heute kein Alleinstellungsmerkmal mehr, erklären die Branchenexperten des IHF: Um in der Gunst der Konsumenten zu bestehen, seien neue Mehrwerte nötig. Der Handel müsse sich neu positionieren mit Konzepten, welche die Bequemlichkeit der Verbraucher ansprächen und emotionale Einkaufserlebnisse böten. Auch neue digitale und lokale Angebote seien vielversprechend. Auf das Zeitalter der Perfektion von Prozessen rund um Beschaffung und Absatzoptimierung folge nach Einschätzung der Marktforscher ein neues Zeitalter, das die persönliche Nähe in den Fokus setzen müsse. In der Zukunft gehe werde es darum gehen, Handel als Freizeitgut zu verstehen und eine komplett andere Wertewelt und ein neues Leistungsversprechen zu erschaffen.

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